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Achtes Kapitel.
Die Wahl Ruprechts von der Pfalz durch Johann vonNassau erwirkt. Erste Verhältnisse des neuenKönigs zu dem Erzbischvf. — Wiederaufnahme derFehde mit Braun schweig und Hessen wegen Er-mordung Herzog Friedrichs und Versuche KönigRuprechts zu Beilegung derselben.
Der Beschluß der Churfürsten' zu Obcr-Lahnstcin wurdeden übrigen Reichsständen mitgetheilt. Er machte imReiche einen erstaunlichen Eindruck, wiewohl fast alles aufeinen solchen Staatsstreich längst gefaßt und von seinerNothwendigkeit überzeugt gewesen war. Ueber die Rccht-maßigkeit oder Unrcchtmäßigkcit der Absetzung des Königs unshier einzulassen, liegt außerhalb unserer Aufgabe. Die Staats-rcchtlchrcr urtheilten über dieselbe günstig oder gehässig ab, jenachdem man in Wenzels Regierung einen widerlichen Despo-tismus und in dem Einschreiten der Fürsten eine Aufrccht-haltung der Nationalchre und Nationalfrcihcit, oder in erstererein trauriges Bild mißhandelter Kaiserwürde und in letzteremeine schamlose Anmaßung übermüthiger Vasallen ersah, welcheaus vorübergehenden Gebrechen und persönlichen Schwächen desHerrschers erwünschten Anlaß zur Sättigung persönlicher Leiden-schaften und Durchführung selbstsüchtiger Zwecke, aufKostcn des