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2 (1832)
Entstehung
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bürg versperrten das hessische Gebiet. Darüber kam es zuheftigem Kampfe, während welches beide Theile und ihreAnhänger einander ihr Gebiet wechselseitig verwüsteten undihre Burgen sich zerstörten. Gnntram offenbarte hierin beson-dere Meisterschaft; vereinigt mit den Löwcnstcinern, brach ersich Bahn bis unter die Thore von Marburg; um ihn zumRückzug zu nöthigen, legten sich die Landgräsischcn vor seineBurg Hatzfcld und bedrängten sie auf das äußerste. Aber dieNassauer, welche die Besatzung bildeten, erwehrten sich ihrermit standhaftem Muthe, und selbst der Mangel an allen Le-bensmitteln und die verzehrende Glnth des Durstes erschütter-ten ihren Sinn keineswegs. Endlich nahte von den Löwen-bergern her der ersehnte Entsatz.

Der Landgraf verwüstete hierauf die reizenden Gefilde vonMcllnan und Amöncburg, wahrend im Nieder-Lahngau dieElkershansen gegen ihn wütheten. Er suchte, verbunden mitRuprecht dem Streitbaren, durch ein ncuangclcgtcs Schloß, dieStcrnburg, ihre Fortschritte zu hemmen; allein inzwischenmachten die „Falkencr" gegen Nordhcssen drohende Ansialten;an ihrer Spitze standen die Herren von Padberg und KonradSpiegel zum Dcscnbcrg, des Erzbischof Adolfs Landvogt inden von Hessen eingenommenen Gcbietsthcilcn. Der Landgrafdemüthigte den Letzter» durch Einnahme des Dcsenbcrgs, aberer cntmnthigte ihn nicht; auch gab ihm eine Abtheilung crz-bischöflichen Kricgsvolkes, welches in Hinterhalt sich gelegt unddie siegestrunkenen Frankcnbcrgcr in denselben gelockt hatte,glänzende Sühne. Es war ein so beträchtlicher Fang fürAdolf und ein so empfindlicher Verlust für den Landgrafen,daß dieser eine Botschaft an den Erzbischof sandte undihn um Rückgabe der Gefangenen bitten ließ. In Kirch-hcim angelangt, wohin, in Folge dringlicher Einladung, vonder Amönebnrg ans Adolfsich begeben hatte, fanden sie ihn nncr-wcichlich. Wohl mochte der Anblick einer schrecklich verwü-steten Lieblingsgegcnd auf sein Gemüth bedeutend eingewirkthaben.