Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
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Priester mit voreiligem Ungestüm über einzelne Sprengel desErzsiiftcs gelegt; sodann söhnte er mit dem Grafen Albrechtvon Löwcnsicin, gegen welchen er lange »nd tiefe Erbitterunggehegt, völlig sich aus und gewann ihn sogar zum Verbün-deten. Auch der Graf von Würtcmbcrg, Eberhard der Grci-ncr und sein Sohn Ulrich schloßen Freundschaft mit ihm undsendeten ihm Söldner; zu Sickingcn am St. Bartholomätagward zwischen den Dreien ein Vertrag unterzeichnet.

Der gefährlichste Feind für ihn war inzwischen immernoch der römische Stuhl geblieben; UrbanVI., auf Gregor XI.als Papst durch die Stimmen der Italiener gefolgt, hattezwar anfanglich den Landgrafen Ludwig seines Eides als Erz-bischof entbunden, allein ihn bald darauf wieder als solchen aner-kannt. Dieses Benehmen wurmte den Nassauer tief, und erwagte daher einen entscheidenden Schritt, welcher für ihn vonden günstigsten Folgen begleitet war; er huldigte nämlich demvon der französischen Parthci der Kardinäle gewählten Gegcn-papste, Klemcns (KII.). Unverzüglich empfing er von diesem dasPallium und reichliche Jndulgcnzicn. Von Eltvill aus, inGegenwart des größten Theils der Domkapitularcn, vielerOffizialcn und Pfründncr, verkündigte er sich in feierlichemAusschreiben von Neuem als Erzbischof zu Mainz, gewählthiczu nach rechtmäßiger Weise und bestätigt von dem heiligenVater. Zwei Bischöfe von Rang umhüllten ihn unter vielenAcremonien mit dem von Rom ans zugesandten Pricsicrschmuck.

Die Macht des Gegners, Ludwig von Meisten, war nurauf einen geringen Gcbietstheil noch beschränkt; mehr als alleWaffen und Künste Adolfs jedoch hatten ihm seine eigenenschlimmen Sitten und sein unkluges Benehmen in der Mei-nung geschadet, und darin vollkommen ihnzum voraus zuGrunde gerichtet.

Aller Ehrbarkeit und alles Auslandes vergessend, überließsich der Prälat den Leidenschaften des Herzens in vollem Maße,und selbst den Schein suchte er nicht zu vermeiden. In Saus

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