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Viertes Kapitel.
Verhältnisse der Grafschaft Dietz, Nassau'schen Antheils. — Zwistedarüber mit Cyur-Trier. — Ablösung verschiedener Herrschaf-ten und Zölle. — Die Stellung Wilhelms zum landsäßigenAdel und andere staatsrechtliche Punkte^).
Zu den Nassau'schen Gebietsteilen, welche die meistenVerwicklungen Sorgen schufen, gehörte unstreitig der Antheilan der alten Grafschaft Dietz. Es ist früher gemeldet worden,wie zwei Wertheste davon im Jahr l»00 an die Edlen vonEppenstcin gekommen, wie hicvon das eine an den Gra-fen von Katzcncllcnbogen erkauft, Nutznießung der Hälfte desandern Viertels aber an Trier verpfändet worden, ohne daßdieses je den förmlichen Mitbesitz oder einige Theilnahme ander Landcshcrrlichkcit darüber erhalten hätte. Nachdem die äl-tere Linie des Hauses mit Gottfried erloschen, fiel in Folgebestehenden Erbvcrcins die Vcrlassenschast desselben an die jün-gere, die Kvnigstein'schc Linie. Bald erfüllte auch diese ihrGeschick; die einzige Schwester Graf Eberhards, Anna, miteinem Grafen von Stolbcrg vermählt, blieb als einzige Erbinzurück und auf diese kam ihre Tochter, Juliane, Graf Wil-helms von Nassau Gemahlin. Dieser stand mit Graf Eber-
*) Vcrgl. Wenck: Hess. Geschichte II. — ?»,<I>'oin.
Iii-a. 'Iricr III. — Arnolde III. — R o m IN e l: Geschichtevon Hessen i>'.