Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
210
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an mehreren Punkten, zumal den noch nicht beschädigten, zu-gleich die Leiter» anlegen, wahrend bei den Breschen der Sturmbegann. Dreimal schon hielten die Kaiserlichen sich Meisterder Ocssnung, und dreimal wurden sie durch die Tapferkeitder Franzosen wieder zurückgeworfen. Bei der Bresche amPariscrthore fielen manche wackere Büchscnschützcu und dreiFahnenträger. Der Herr von Saisseval stand und kämpftedaselbst wie ein Löwe.

Graf Heinrich und der Herr v. Rocur standen währenddieses Schauspiels, vom Kopf bis zu Füßen gewappnet, nahebei Mont St. Qucntin und bei dem Pariscrthore. Sie staun-ten ob solch' ungewöhnlicher Gegenwehr und mußten demMuthe ihrer Feinde volle Gerechtigkeit widerfahren lassen. DieUeberzeugung, daß demselben mit allen ferneren Versuchennichts abzugewinnen sey, behielt endlich die Oberhand. Manließ zum Rückzug blasen, welcher denn auch auf's schnellstebewerkstelligt wurde. Mit siegreichem Jubel zog die Besatzungvon Peronne die zurückgelassenen sechsundzwanzig Sturmleiternüber die Mauern hinauf und zerschlugen sie in den Straßender Stadt, wo alsbald Dankgebctc und Prozessionen für dieglückliche Rettung angestellt wurden.

Nichts desto weniger bestand Nassau auf Fortsetzung derBelagerung, und er hoffte durch die Kunst der Minen zu er-reichen, was durch zwei Stürme vergebens erstrebt wordenwar. Er glaubte wahrgenommen zu haben, daß das Feuerdes großen Schloßthurmcs bei den von Saisseval und Sercusvertheidigten Breschen seinen Leuten den meisten Schaden zu-gefügt; derselbe sollte deßhalb um jeden Preis unterwühlt wer-den. Während die dazu nöthigen Arbeiten eingeleitet wurden,ließ man eine Menge künstlichen Feuers auf die bloß ausHolz erbauten Häuser schleudern. Natürlich standen sie nachwenigen Augenblicken in Flammen, und wenn die Belagertensich näherten, um zu löschen, wurden Kanonen auf sie gerich-tet und das Feuer fl<ußig unterhalten, bis man vom Hülfver-