Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
170
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Robert von der Mark und König Franz I-, um bereits erwor-bene Trophäen.

Der französische Monarch, zu neuem Kampfe mit demKaiser begierig, hatte Navarra angegriffen und sein Unrcrnch-men durch den Vorwand zu bemänteln gesucht, daß er es imNamen Henri's d'Albrct gewagt. Da er zu gleicher Karl'nauch in den Niederlanden angriff, so gebrauchte er, um dieTrcubrüchigkcit zu verschleiern, einer ähnlichen Finte. Ro-bert von der Mark, aus jenem verdrießlichen Geschlechte,das stets eine so unglückbringendc Rolle in den Niederlandengespielt, damals souveräner Fürst von Bouillon von Sedan,mußte den Namen hcrlcihcn. Eine verwickelte Lehcufrageüber Hiergcs, ein Schloß in den Ardenncn, welches zugleichvom Prinzen von Chimay und vom Herrn von Emcry an-gesprochen ward, gab die nächste Veranlassung.

Robert von der Mark, als Lchcnsherr, hatte zu GunstenChimays entschieden; der Benachteiligte berief sich an denKaiser, welcher ohnehin sein Schuldner, wegen einer vorge-streckten Geldsumme, war. Man nahm die Apcllation an.Der Herr von der Mark wurde dadurch heftig gereizt, da erdieß als einen Eingriff in seine Souvcränctätsrcchtc betrachtete.Alsbald setzte er sich mit Franz I. in Verbindung und sendetedem Kaiser einen Fchdcbrief nach Worms. Mit den Trup-pen, die er in Frankreich geworben, fiel er in's Lurcmburgischeein und belagerte Vireton. Karl, bald erkennend, wer hinterder Sache verborgen, beschwerte sich bitter über den Friedcns-bruch und forderte König Heinrich VIII. von England, welchersich anheischig gemacht, im Fall eines solchen gegen den Ur-heber auch seine Waffen mir zu erheben, zu Erfüllung seinesVersprechens auf. Franz entschuldigte sich auf ziemlich flüch-tige Weise und schob alles auf alleinige Rechnung Mark's.Um seinen Worten einen Schein der Wahrheit zu geben, mußteer Robert befehlen, siin Kncgsvvlk auseinander gehen zu las-sen. Dieß geschah. Aber bereits hatte der Kaiser ungefähr