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Heinrich, als Obcrkammcrhcrr dcs Kaisers, genoß gleich-wohl seinen Einfluß mehr in den großem politischen und in denFamilicngeschäftcn desselben; auf die eigentliche Staatsverwal-tung und ihren Gang selbst hatten weder er, noch der Herrvon Buren, welcher der nächste nach ihm in der Gunst Karlsstand, einen solchen Der Icnith ihres Glückes aber warunstreitig das Jahr 1830.
Der Antheil Nassau's an Beilegung der Unruhen inSpanien, welche durch den Bund der Communcros entstanden,und an den Verhandlungen des Wormser Reichstages warnicht bedeutend und beschränkte sich auf Rathschläge. Erhatte stets zur Partei der Gemäßigten, in Beurtheilung sowohlder religiösen, als der politischen Fragen gehört. Nichts destoweniger war er strenger Katholik wie Monarchist, und daö Be-nehmen seines Hauses, dcs Bruders zumal, machte ihm in derFolge schweren Kummer. Besondere Klagen über Nassau, daßer das Vertrauen dcs Kaisers gemißbraucht, werden nicht gele-sen. Eifersüchtig auf Andere war er ebenfalls nicht; da erder Hauptsache gewiß blieb und dcs Kaisers nicht leicht zugewinnende, aber desto dauerndere Freundschaft in Erinnerungenund Gewohnheiten der Jugend wurzelte; ruhig litt er deßhalbneben sich Büren, Glapnion, Guevara, Toledo, Granvclla.
Daß Heinrich ein tüchtiger Krieger und als Fcldhaupt-mann nicht unglücklich war, ist oben angedeutet worden.Nicht immer jedoch blieb das Glück ihm treu; ein Zusammen-stoß von seltsamen Umständen brachte ihn namentlich noch imJahre dcs Wormser-Rcichstags, während dcs Feldzngs wider
spanischer, italienischer, teutscher und flamischer Sprache erschie-nenen einzelnen Beschreibungen; ebenso Häberlin, Schmid,in den teutschen Reichsgeschichtcn; E. Mnnch in Franz vonSickingens Biographie.
") Ranke: Fürsten und Völker von Süd-Europa im t6 -t7tcnJahrhundert l. 141. nach Contarinis Gesandtschaftsbcricht.<ka Lesare heißt es ausdrücklich daselbst'