Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
166
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land, Schottland und Dänemark; auch die Herzoge von Eleve,Zülich, Geldern u. so w. sollten einbegriffen seyn ").

Der Graf, nachdem er für seinen Monarchen bestens ge-arbeitet, unterhandelte nun auch für sich, den günstigen Anlaßbenutzend, welche seine Sendung ihm bot, eine alte Liebliugsidccauszuführen. Er hatte schon srühcr die Hand der Prinzessinvon Oranicn begehrt und freundliches Gehör bei den Elterngefunden. In Paris selbst kam die Sache in's Reine, nach-dem die Fürstin-Mutter Bevollmächtigte zu Heinrich gesendet.König Franz und seine Gemahlin, so wie die Herzogin vonVcndome intcressirtcn sich lebhaft für diese Heirath. Sieverschrieben der Braut eine beträchtliche Summe als Hcirath-gut und machten ihr kostbare Geschenke. Zu Fcrc-sur-Oise,auf einem Schlosse der Frau von Vcndome, ging die Ver-mählung vor sich. Der Graf gedachte hierauf seine Gemahlinnach Brabant zu führen; allein der Pariser Hof gab dießnicht zu, sondern ließ dieselbe auf seine Kosten bis Breda be-gleiten. Auch Heinrich empfing Geschenke an Gold- und Sil-bcrwcrk. Er meldete sein Glück dem hocherfreuten Vater,welcher damals zu Brügge verweilte ^).

Die günstigen Resultate seiner Gesandtschaft erhielt er beider Rückkehr nach Brüssel von Karl'n die Stelle als Statt-halter von Holland, Seeland und Fricsland, zur Belohnung,gleich darauf wurde er auch zum obersten Kammcrhcrrn undzum Gcheimcurathc des Königs ernannt. Die Bischofswahlzu Utrecht gab ihm Anlaß, für solche Auszeichnung sich dank-bar zu zeigen. Er wußte Heinrich den Prinzen noch lebendenPhilipp von Burgund, Karls des Kühnen Bruder, einen

*) Vergl. Simone- Korps -ZIpl, — E. Münch: Renea von Esteund ihre Töchter, h Bd-

Brief Graf Heinrichs Ilt. an Johann V. <Z.6. Mai t5t5, inder höchstinteressanten Sammlung, welche Arnolds aus Ori-ginellen zum erstenmal abgedruckt, seinen Denkwürdigkeiteneinverleibt hat.