rungen, Gefechte, Gemetzel und Ucberfälle von beiden Theilenfolgten stets mit wechselnden Erfolgen.
Als jedoch Sachsen und Nassau Sluys immer mehr be-drängten, als zwölf Schiffe, welche man von England auszum Beistand erhalten hatte, diese Stadt heftig beschossenund Schrecknisse der Natur diejenigen des Krieges vergrößer-ten, wurden die Gcnter endlich für Abordnung von Botenzum Behuf eines Vertrages gestimmt. Zu Cadsant wurde erverhandelt und abgeschlossen. Er war im Ganzen günstig fürdie Rechte des Erzherzogs und immer noch ehrenvoll genugfür Gent. Der Herzog Albrecht, Engclbrecht, seine Vettern,Adolf und Philipp von Nassau und viele andere edle Herrenunterzeichneten ihn mit ^'). Er erregte zu Brügge und imLand unaussprechliches Vergnügen.
Nur Philipp von Eleve theilte es nicht und setzte denKampf mit hartnäckigem Trotz auf alleinige Rechnung fortbis zum September Dann erst, als seine Kräfte er-schöpft, seine Verbündeten gewichen, seine Feinde immer mäch-tiger geworden, neigte sich sein stolzes Herz ebenfalls zu Frie-densgedankcn.
Die Brüggcr hatten an den Unterhandlungen für endlichenAustrag der Sachen vorzüglichen Antheil, denn ihr Gebietund ihr Handel waren es, welche den meisten Schaden vonden langen Feindseligkeiten gelitten. Mehr noch aber als Po-litik und Freundschaft, bewirkte die Betrachtung des eigenenInteresses. Es stand für Philipp mehr, als bis jetzt, zu ver-lieren, da er durch den Tod seines Vaters Herr vieler Gütergeworden; die Begierde ruhigen Besitzes ward über alle früherenLeidenschaften Meister. Er sendete darum, plötzlich weich undnachgiebig, an Engelbrccht Herolde mit Bitte um frei Geleiteund einen bestimmten Ort zur Unterhandlung. Nassau, wel-
-r 12. August iiS2.
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