tion, die Hauptvcranlassung des letzten Widerstandes, ein em-pfindlicher Schlag für ihre Hauptlcbensqucllc, den Handel,gewesen; wie wenig sie früher auch ein Recht dazu gehabthaben mochten, durch unmäßige Erhöhung des Werthes derGcldsortcn sich und die vcrkchrtrcibende Welt dem Spieldes Zufalls auszusetzen und den Kredit selbst muthwillig zuschwächen.
Es läßt sich nicht läugncn, Graf Engclbrcchts Benehmendaß bei all diesen Vorfällen strenge, ja hart gewesen; derBiograph Wilhelms des Schweigenden selbst, welcher die Tha-ten des Hauses und auch die Verdienste Engclbrcchts erhebt,wirft solches ihm vor 5°); die Motive, welche der teutscheHistoriograph der Oranisch - Nassau'schen Länder ihm unter-schiebt, halten weder vor der Moral, noch vor dem RechteStich ^); aber unedel und unwürdig des in allem großarti-gen Charakters ist wohl die Behauptung: daß Engclbrccht sichbereichert und aus Gütern der Hingerichteten den prachtvollenPallast zu Brüssel erbaut habe. Der römische König warseinem Feldherrn so große und mannigfache Entschädigungenschuldig und belohnte ihn auch wirklich so sehr, daß zu solchenMitteln nicht gegriffen zu werden brauchte. Auch ist die Be-schuldigung durchaus nicht von Zeitgenossen, welche bei ihremheftigen Parteihaß damit schwerlich gezögert haben würden,sondern erst von spätern Annalisten gemacht worden.
Daß Nassau's Andenken nicht in so zweideutigem Lichtebei den Bewohnern von Brügge selbst gestanden ist, und daßdie Ueberzeugung Raum gewann, er habe durch Bändigungdes revolutionären Geistes dem Gemeinwesen dieser Stadt selbstden größten Gewinn verschafft, erhellt aus den Lobsprüchcn,welche noch in späterer Zeit ihm gezollt worden und aus dem
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