Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
135
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jiun endlich erfüllten Picavct und einige der vornehmsten Rä-delsführer des Aufruhrs, wenn auch spät, ihr Geschick.

Die Köpfe der Enthaupteten wurden auf Pfählen vorder Halle am Marktplatz aufgesteckt, die Leichname auf dasRad geflochten; nur einige Wenige rettete Ansehen oder Reich-thum ihrer Familien vor fernerer Schmach. Die Münzändc-rung trat noch am letzten Dezember in Kraft '").

Der Graf milderte die große Noth der Stadt an Lebens-rnitteln durch einen zahlreichen Transport von Wagen mitBrod und anderem Mundbcdarf

Die Freude über zurückgekehrte Ordnung war bei denbessern Bürgerp groß, das Gefühl des Behagens über endlicherrungenen Frieden bei der Masse allgemein. Als um dieseZeit nun auch die Nachricht von Erwählung Maximilianszum Könige von Ungarn, Kroatien undDalmaticn eintraf''"""),feierte man das heimische und das fremde Ercigniß zugleichdurch Feste im Land. Fünfhundert Frcudcnfcucr schienen derWiderglanz der Begeisterung des besiegten Volkes zu seyn -Z-).Wenn man den Ucbcrmnth des Jahres 1488 und die Demuthdes Jahres 1490 bei einer und derselben Menge mit einandervergleicht, und die Herrlichkeit früherer Tage mit der zerknick-ten Größe eines durch Handel und Kultur emporgestiegenenVolkes, so kann man in der That schmerzhafter Betrachtun-gen sich nicht erwehren über den Wechsel des Glücks und derUmstände, so wie über den der Gesinnungen der Masse,

Die Brüggcr hatten zwar schwer gefehlt und wiederholtTreue und Vertrag gebrochen; doch mußte ihre Schuld dicß-mal geringer, als ein Jahr zuvor scheinen, da die Münzrcduk-

') Lveonvbe vim Vlaslläcren. — t82 — 505. //eure?-.

^ -" y IV.

«ch Custi s. Maximilian hatte die glücklichen Ereignisse in Oester-reich und Ungarn dem Grafen alsbald in gnädigen Schreibengemeldet,st) //euie,, ikiä.