dic veränderte Lage der Dinge ein und verließ Brüssel, wöAlbrecht und Engelbrccht ihren feierlichen Einzug hielten. Hierendlich ward an wirklicher Aussöhnung zwischen den ausge-standenen Städten und dem Könige gearbeitet; die Nachrichtvon Unterhandlungen zwischen Marimilian und Karl stimmtezu möglichster Eile, und eine Anzahl angesehener Männerging ebenfalls nach Tours, die Interessen der Flandrer, Hen-negaucr und Brabanter zugleich zu vertreten.
Der Fürst von Sachsen und Graf Engelbrccht wäre»?bald nach ihrer Ankunft in der Hauptstadt von Brabant,woraus Philipp von Eleve geflohen, durch eine pestartigeSeuche weiter getrieben worden^ und Nassau, mit Philibcrtvon der Vccrc, Franz von Bußlcyde, Paul de Bacnst, Phi-lipp von Forccst, Jean Sauvagc und Ludcwig Couroyt> alsbeigeordneten Räthen, hatte ohne Verweilen sich nach demobenerwähnten Unterhandlungsortc begeben. Eine neue Ur-kunde, welche den Frankfurter- und den Brüggcr-Vcrtrag theilsbestätigte, theils ermäßigte oder berichtigte, theils in sich auf-nahm, und auf dessen Abfassung Nassau den meisten Einflußgeübt, machte den Unglückseligen Zwisten, scheinbar, ein EndeDie Hauptbcstimmnngcn waren folgende:
Beide Könige knüpfen die alten Verhältnissen wieder amund Mar schickt alsbald einen Gesandten an seinen Schwie-gersohn, zum Behufe einer noch zu verabredenden Zusammen-kunft; — die vom Herzogthum Burgund abgerissene Graf-schaft Charolais wird französischer Scits zurückgestellt; überSt. Omer soll jene Zusammenkunft entscheiden; — König Karlwird alle seine Macht anwenden, um dic Flamändcr wiederunter den Gehorsam seines Schwätzers zu bringen und das-selbe soll auch von seinen Bevollmächtigten geschehen. Dir mitMar zu Brügge gefangenen, von Gent an Crevccocur ausgr-
*) 8. Oktober 1489-