Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
113
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half ihm sofort, gleich nach seiner Ankunft in Teutschland,die verderblichen Irrungen zwischen dem Herzoge von Baiernund dem schwäbischen Bunde schlichten. In dem Staatörath,welchen Mar darauf hielt, drang er mit seiner Ansicht, wegenWürdigung der Verglcichsanträge Frankreichs, durch, und be-wirkte, daß die bereits nach Heidelberg vorausgcreistcn Be-vollmächtigten Karls zuerst in Maynz, sodann nach Frank-furt vorgelassen wurden. Bei den Bemühungen des römischenKönigs für Schlichtung des end- und zwecklosen Haders derteutschen Fürsten unter sich selbst, war Nassau's Rathschlagnicht minder gewichtig und entscheidend

Welchen Antheil Engclbrccht an den Angelegenheiten desbaierischen Herzogs und seiner reizenden Gemahlin Kunegun-dis, Friedrichs tlt. Tochter, die nicht ohne des Bruders Wis-sen, in Jnspruck entführt worden war, genommen habe, istnirgends her zu ersehen; doch geht ans Vcrglcichung mehrererUmstände hervor, daß er auch zu diesem Versöhnungswcrkebeigetragen

Inzwischen wär die Verwirrung der öffentlichen Angele-genheiten im Niederlande, zumal in Flandern, auf einen hohenGrad gestiegen. Vor allen vergaßen die Städte Gent, Brüggeund Vpern, durch Philipp von Clevc's Umtriebe und durchdie Demagogcnpartci fort und fort bewegt, ihrer Eide undPflichten so wie des hohen Ranges, welchen ihr Graf, derHerzog von Burgund, und jetzt auch römischer König, unterden europäischen Fürsten bekleidete/ daß sie an seiner gehei-ligten Person sich vergriffen und mit vielen seiner Großen

*) />. i.. III. Dieser Historiker begeht barin einen großen

Irrthum, daß er Engelbrccht mit Philipp von Nassau verwech-selt, welch letzterer hier durchaus nicht gemeint seyn kann.Vergleiche Zschokke: Baieriscbe Geschichte II. Pfister: Ge-schichte von Schwaben VI. Münch: Geschichte von Fürsten-berg. i. z. H.

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