Engelbrechts erstes Auftreten in Briigge. — SeineKämpfe mit Crevecoeur. — Die Niederlage beiTeronane. — Französische Gefangenschaft.
Im dritten Jahre nach dem Siege bei Guincgatc erhieltEngclbrccht von Maximilian die Würde eines Kämmerers 'chund darauf eine, theils kriegerische theils diplomatische Sen-dung, ncmlich in Lüttich, wo die Parteien grimmig sich zcr-fleischten, Frieden vermitteln und Wilhelms von der Mark unge-heures Verbrechen bestrafen zu helfen. Der „Eber in den Ar-dennen" hatte die Stadt, im Einvcrständniß mit einem Theilder Bürger, überfallen, den Bischof Louis von Bourbon grau-sam erschlagen, seinen Sohn Johann dem Domsiifte zumNachfolger aufgezwungen und die oberste Gewalt an sich ge-rissen. Der Erzherzog fürchtete aus diesem Frevel, gegenwelchen göttliche und menschliche Rechte gleich laut schrieen,übcrdicß auch Gefahr für Namur und Vrabant; darum wur-den Nassau, Romont und einige andere Große mit einemHeer abgesendet. Nach geringem Widerstand nahmen sie St.Trond, Hasselt, Tungcrn und andere Orte. Die Einnah-me von Lüttich selbst bot größere Schwierigkeiten; der fran-
") tt. Oktober 1482. Die Bestallung ist vom Lager vor Tongresaus datirt. Arnv ldi, Hiss Denkw. S- 145.