Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
95
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demüthigt wurde, ist größten Theils das Verdienst Engel-brcchts von Nassau gewesen.

Der französische König, an Verbrechen wie an Jntrikcnunerschöpflich, und gegen Oesterreich-Burgund unaufhörlichim Kampfe, hatte auch den meuterischen Geist der Gcntcr zuseinen Planen bestens benutzt, während der berühmte Philippde Crevceocur, sein Feldherr, an der Spitze mordgierigerKricgSbandcn den-Schrecken seines Namens verbreitete. Nachdem vergeblichen Angriff der Franzosen ans Douai kam es inder Ebene von Blangics, noch bekannter unter dem NamenGuincgatc sam 7. August 1479^ zu Entscheidung.

Crcvccoeur zahlte ungefähr 3000 Reiter und 14,000Mann Fußvolk unter seinem Befehl; außerdem auch 6000bewaffnete Landlcute: Mundbcdarf und Kriegsvorräte warenzur Genüge ebenfalls ihm zugekommen. Die zwei HügelEnguin und Guincgatc, welche das Thal beherrschen, machtenseiner Meinung nach die Hauptstellungcn ans; darum besetzteer den crsicrn, stellte auf dem andern die Reiterei auf und indie Mitte zwischen beiden den Troß.

Maximilian beorderte den Herrn von Saleazar zu Eröff-nung der Vorposten-Gefechte; er selbst zog mit der Haupt«macht, welche ein großes Viereck bildete, dem Feind entgegen.In der Fronte hatten sich 300 englische Bogenschützen undungefähr 3000 Musketiere von verschiedenen Nationen unterdem Befehl des Thomas von Uork aufgestellt; nach diesenkam das Geschütz, welches alsbald gegen die Franzosen spielte;hierauf folgten die Grafen von Romont und Sorr mit denArmbrustschützcn zu Fuß; endlich Graf Engclbrccht mitden flandrischen Lanzcnknechtcn.

Der Angriff geschah auf die' gewöhnliche Weise; Flandrcrund Burgunder hatten Wind und Sonne im Rücken; die

*) In alten Chroniken auch Esguinegate genannt.