Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
58
Einzelbild herunterladen
 

— 68 —

in Allem auch seiner Fahne zu folgen. Dieß bcwieß er inden Händeln der Jacqueline mit dem Bischof Johann ohneMitleid von Lüttich. Er stand hier auf Seite des Prälatenund stritt wider den Bruder "). Jener verwendete ihn auchbei den Unterhandlungen niit Herzog Johann von Brabant,vergalt ihm aber seine Bemühungen so schlecht, daß er nichteinmal die ausgelegten Reisekosten von 6000 Gulden ihm ver-gütete. Ein solches Betragen entrüstete den Grafen so sehr,daß er durch bittere Satyrcn sich rächte und ein sehr grellesSchandgcmalde auf den Herzog verfertigen ließ, welches anvielen fürstlichen Höfen in der Runde hcrumgicng und denHerzog äußerst lächerlich machte^).

In dem Kriege, welchen Adolf von Eleve mit dem Chur-fürsten Dietrich von Kvlln, welcher über die Erbschaft zwi-schen dem Herzog und dessen Bruder Gerhard (l/r24) ent-standen war, wechselte er die Rolle und ergriff die Partei desLetzter» gegen seinen bisherigen Freund. Die Ursache derEntzweiung ist nicht bekannt; vielleicht war auch Adolf einsäumiger Schuldner.

Noch einmal wird Johann in ritterlicher Thätigkeit beiAnlaß des Bündnisses gefunden, welches mehrere seiner Ver-wandten, und auch der Domprobst zu Münster, Heinrich zuNassau-Beilstcin, mit dem Erzbischofc Konrad von Mainzwider den Landgrafen von Hessen aus den bekannte» Gründender alten Familicnfchdc, geschlossen hatten.

») M-^-5 l. 4? Z.

«») Arnoldi hat es in seinen MiScellen zur Diplomatik undGeschichte umständlich beschrieben.