Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
35
Einzelbild herunterladen
 

— ?k —

schädiguugen, welche dic Runkel den Dietzischcn zugefügt. DieBanngcrichtc sprachen über Herrn Friedrich, und der Freievon Don, durch Graf Adolf unterstützt, vertrieb ihn und seineFamilie mit gcwaffuetcr Hand aus der Gemeinschaft.

Außer der Belohnung mit der Vogtci im Grunde Scl-bach, durch Pfalzgraf Ludwig, und der Verpfändung von Al-tcnwcilnan, Wehrhcim und Rosbach an dic Kroncnbcrgc, findetman Adolfs Namen weder in Urkunden noch in Chronikenmehr genannt. Vermuthlich ist er am 12. Juni 1420 ge-storben. Sein Andenken bieb lange noch ehrwürdig im Nas-sau'schcn Hause.

Johann II., zubeuannt der Haubencr, also benanntvon seinem kriegerischen Sinne und den unaufhörlichen Fehden,in welchen er sein Leben zugebracht erscheint meist gemein-sam mit seinem Bruder Adolf, welchem er treulich zur Seitestand bei allen wichtigern Begebenheiten desselben. Schonfrüher hatte er auch, wie wir im zweiten Bande bereits ge-schildert, dic Abcnthener des Vaters im Maynzisch-HcssischenKriege mitbcstanden und seinen Namen furchtbar, ja un-vergeßlich gemacht. Er besaß einen Menschen von ungemci-ncr Gewandtheit, welcher ihm als Unterhändler und Kund-schafter in vielen wichtigen Angelegenheiten diente, Paris Gal- ,gcnhvlz, des Namens vielleicht nicht ganz unwcrth. Diesenverlor er einst nebst dem Pannicr und vielem Kricgsvolke zu-gleich in dem Gefechte an der Rippach bei Sinn.

Dcr Haubcner zog es vor, unvermählt zu bleiben, ohne denFreuden der Liebe deßhalb zu entsagen. Ein schönes Mäd-chen, deren Herkunft wir nicht näher bezeichnet finden, welchejedoch wahrscheinlich eine Bürgerliche war und Adelheid hieß,erfreute sich seiner besondern Gunst. Sie gebar ihm eineTochter gleiches Namens, dic nachmals den Schleier nahmund vom Vater reichlich ausgestattet, dem Kloster Keppel dieschönen Hofe Schwcißfurt und Stöcken mit höchst ergiebigenEinkünften zubrachte. Man vermuthet, daß jener Bastardvon Nassau, Tilmann, welcher das Burglehen zu Wallenfcls