Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
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stellten, geschah es in ganz allgemeiner Fassung und ohne nä-here Bezeichnung der einzelnen Lehcnsiücke. Johann IV. warder erste, welcher den Forderungen Triers völliges Genügenleistete. So viel von dem Dictzischen Erbe, in dessen Ge-meinschaft spater auch noch zwei andere Dynastien außer Ep-pcnsiein, nämlich Katzcnellnbogcn und Hessen, gekommen sind.

Nunmehr tritt als zweites wichtiges Ereigniß der Cle-ve'sche Erbsircit ein. Das berühmte Haus, welches die Mark,Eleve, Ravenstein, Hcrpcn und Udcn theils als Grafschaft,theils als Hcrzogthum besessen, war mit Johann IV. gegenEnde des vierzehnten Jahrhunderts erloschen ^). Die hinter-lassenen Lande waren der Gräfin Margarethe, GemahlinAdolfs von der Mark und Mutter der jüngeren, mit Jo-hann I. zu Nassan-Dillcnburg vermählten Margarethe zugefal-len. Letztere machte ihr Mitrecht an der Erbschaft geltendund forderte durch Abgeordnete bei den Brüdern ihren Theil.Ohne förmliche Weigerung von Seite derselbe» zog sich gleich-wohl die Sache ungebührlich lange hinaus, so daß Marga-rethe darüber starb und ihren Söhnen die endliche Regelunghinterließ. Kaiser Sigismund, der dem Hause Dilleuburgsehr wohl wollte, ertheilte ihnen über Eleve, die Mark, überDiaslokcn, Beilstcin und Neustadt die förmliche Bclehnung.

Von der Unzurcichcnhcit urkundlicher Rechtsgründe jedochüberzeugt, fügten die Grafen denselben noch andere, triftigerebei. Sie schloßen ein Bündniß mit Rittern und Gemeindender Mark, darunter manche gegen ihren Herrn, den nunmeh-rigen Herzog von Eleve, Beschwerde zu führen hatten. Augleicher Zeit wendete sich Engclbrecht in seinem und der Brü-der Namen an Herzog Johann von Brabant, ihren beidersei-tigen Lchenshcrrn. So ward demnach mit Feder und Schwertrüstig gestritten, allein die Dillenburgcr warteten gleichwohl

°) Zur bessern Uebersicht theilen wir auf der Rückseite denStammbaum mit.