Türck —
sächsische Annalen, 318. Zedler,45. B. 1626. Siebmacher, V.Th. 143. N. 7. rechnet das Ge-schlecht unter die Meißnischen.
Türck, Türke. 1) In Jü-lich, Cleve und Geldern, wo sienach dasiger Mundart Torken hei-ßen. Spangcnberg, Adelsspicg.II. Th. Gauhe, I. 1933. Zed-ler, 45. B. 1629. — 2) ImBraunschweig. Lüdcrsens Samm-lung. — 3) In Karnthen, diein ihrem Wappen einen Türkenführen, weshalb Einige glauben,daß ihr Stammvater ein Türkegewesen sey, Andere, daß er ei-nen Türken erlegt habe. Gauhe,am a. O. Zedler, a. a. Orte,
1626. Siebmachcr, V. Th. 61.N. 10. — 4) In Schlesien,wo sie im Licgnitzischen begütertsind. Sinap, II. 1079. Gauhe,a. a. O. Zedler, am a. O., S.
1627. — 5) In Schwaben,wo sie von ihrem Riltcrsitz sichT. von Namstcin genannt, undwovon einer, Carl Friedrich imJahre 1703 noch lebte. Gauheund Zedler, a. a. O.
Türck v. Rroschwitz. Diesachsische Handbibl. S. 616. sagt,daß K. der Stammname sey,welchem aber d. Zedlcrische Ler.,45. B. 1717. u. f. widerspricht.K. Karl V. hat Christoph T. v.K., den churmainzischen, nachh.chursacbsischen Staatsminister inden Adelstand erhoben. SeinEpitaph steht zu Leipzig, wo erim Jahre 1547 verstorben ist.Gauhe, I. Th. 1933 — 36.
Türckheim AU Altdorf rc.Dieses nach Sicbenkeeß, II. B.55. und ff. bei dem ehemaligenReichsritter-Cantvn Ortenau im-
Türckheim. 61o
s matriculirte ansehnliche Geschl.> stammt aus Elsaß. Seine ältereGeschichte ist bis in die Mittedes I5ten Jahrhunderts um des-halb dunkel, weil mehrere abli-eße Familien dieses Namens imElsaß und angrenzenden Landensich fanden. Eins dieser Geschl.ist die berühmte grafliche u. frü-her freiherrliche Familie, die sichmeist mit einem D schreibt, dasher auch S. 301. im Isten Th.dieses A. L. sie schon vorkommt,und über die mir noch einige -schriftliche Nachrichten für den«upplcmentband versprochen wor-den sind. Im Siebenkeeß wirdam a. O. auch noch einer and.Familie dieses Namens i. Nber-elsaß gedacht, die dort auch schonim 12ten und 13ten Jahrhund,vorkommt, vermuthlich den Na-men von einem Burglehn in d.vbcrelsaßischen Stadt TürckhPinführt, u. sich zuweilen auch Tü-ringhcim schreibt. Diese, beson-ders in und um Straßb. woh-nende, durch Großhandel sich he-bende Familie, erhielt im Jahre1352 ein Adclserneucrungs, u.Wappen - Bermchrungs - Diplom.Ein Nachkömmling derselb., Jo-hann IV. bekam im I. 1707vom K. Joseph I. die Freiher-ren-Würde; früher u. zwar imJahre 1247 kommt ein Conradvon T. als erwählter, aber indemselben Jahre auch verstorbe-ner Bischof von Worms vor.Ein Wechsler, Johann von T.zu Straßburg, wurde im Jahre -1782, und der Geheime- auchStaatsrath Ludwig von T., imJahre 1801 Freiherr. Das imTyroff, II. B. Taf. 131. gesto-