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Die sechzehn Ahnen des Grafen von Luftheim, eine Familien-Chronik
Entstehung
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ob

schreiben lernen konnte. Der jüdische Schul-meister war indeß obenein noch ein Genie; anden rechten Mann hatte sich ein künftiger Mes-sias bei ihm gewandt. In Polen geboren, zoger späterhin durch Deutschland und Holland,stets blutarm an Geld, stets reicher an Ge-danken, bis er darüber — ins Tollhaus kamEr hatte im Haag den Spinoza von Angesichtzu Angesicht gesehn, und nicht geruht, bis erdie lateinische Sprache hinlänglich wußte, umdie Werke des berühmten Mannes lesen zu kön-nen. Nun war er ganz Philosophie, mußte aberdoch von Stadt zu Stadt wandern, und wo maneinen Schulmeister bedürfte, für ein sehr Gerin-ges Kinder unterrichten. Er sagte aber: weilich wandere, bin ich Pythagoras, und weil ichunterrichte, Plato, das ist klar. Dem Aaron warder gewogen, weil er so aufpaßte. Er unterhieltden Knaben von nichts als philosophischen Sy-stemen. Aaron lernte dabei nichts glauben, wei-ter kam er indeß nicht. Denn seinen Lehrer be-fiel nun Wahnwitz; er bildete sich nchm'ich ein,der Centralpunkt der Wel seele — nach dem Be-griff des Spinoza — zu seyn, und die Welt zuregieren. Man brachte den armen philosophischenTeufel in eine Irrenanstalt, wo er bald verschied.