eine Wittib aus. Sie genaß eines Knableinsund nannte es Liebetraut.
ES ward ein flinker Bursch daraus/ manhielt ihn zur Schule/ und gar dann zur Univer-sität. Das Fechten und Trinken gefiel ihm bes-ser wie die Katheder/ allein es ward Herrn vr.Martin Luthers Lehre zugethan. Es kostete demSchneider sein meisteS Geld. Er starb/ Brigirtaauch/ nachdem sie zuvor jenen Ring dem Liebe-traut gereicht, und ihm zu wissen gethan: einRirter alten Geschlechts Ware sein Vater/ auch/wie Alles dabei sich wunderlich ereignet habe.Da verpraßte Liebetcaut sein letztes Gut/ undging unter die sächsischen Lanzenknechte/ auf daßer sich empor schwänge. Es gelang ihm nicht/er fand nur Mühseligkeit in Fülle/ und wardzuletzt in der Schlacht bei Mühlberg schwer ver-wundet. Wohl merkte er/ daß es mit ihm zuEnde ginge/ und es verdroß ihn/ daß sein Stammmit ihm auch enden sollte. Da fiel ihm bei/ erhabe einst in Wittenberg/ kaum neunzehn Jahrealt/ gethan was er nicht sollen. Und eine jungeAufwarterin, Bärbel genannt, hatte auch alsogethan. Eines Knableins war sie genesen, zuEhren des Mannes, der alle Welt in Verwun-derung setzte, Martin genannt. Liebetraut hatte