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Die sechzehn Ahnen des Grafen von Luftheim, eine Familien-Chronik
Entstehung
Seite
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ES hatte indeß auch dem Pförtner bei denCapuzinern seltsam gedünkt, schür jeden Tagden Rattenfänger im Kloster zu sehn. Und dieRatten blieben am Leben. Ein gar hold Bürsch-lein war der Rattenfänger auch, und nirgendsah er mehr nach den Ratten, als beim PaterBonifaz, blieb oft eine Stunde in seiner Zelle.Neulich hatte mau in seinen Augen Angst undThränenspuren gesehn, bald darauf zeigte er sichwieder guter Dinge. Neugierig schlich der Pfört-ner jetzt einmal nach, legte das Ohr an die Zel-lenthür — o da wisperte man so traulich, daschmetterte eS leise wie Küsse. Hin zum Guardian flog der Lauscher. Ein machtig Kreutz schlugder Guardian ob so loser Kunde. Heiliger Ne-pomuk, rief er, ein Magdlein war der Ratten-fänger? ES schien, als ob etwas von Neid sichin den Zorn gegen den Pater Bonifaz mengte.

Einiges Forschen stellte alles außer Zweifel.Der Schneider lief mit seinem Tockterlein da-von. Pater Bonifaz wurde eingemauert, dasheißt, ganz und gar, und endete elendiglich.Wohl ihm recht.

Der Schneider ließ sein Haus verkaufen undzog nach Wittenberg. Die Tochter gab er für