an vielen Orten gestreut wurden. Um desto bes-ser; nun konnte der Rattenfänger oft erscheinen,und neue Künste versuchen.
Doch ach, lange sollten die Freuden desPater Bonifaz nicht bestehn. Sie dünkten ihmso groß, daß ihn, sein, immer verhaßt gewesenes,Mön.chsleben mit eitel Rosen bestreut vorgekom-men seyn würde, hatten sie immerfort gewahrt.Es sollte ihn dabei aber nicht ein Unglück nurheimsuchen, vielmehr, nach Unglücks Art, gleicheine ganze böse Rotte- Zuerst gestand ihm Bri-gitta, wie sie zwar das ältere Verlangen undSehnen nicht mehr so unruhig empfinde, aber —Regungen anderer Art. Nun kratzte der Mönchviel an seiner Tonsur, und wußte keinen Rath.Er sagte endlich: Brigitta müße vorgeben, einschon ausgewanderter Iunggesell habe sie um dieUnschuld berückt. Dabei siel dem Mönch seinalter Adel ein. Er hatte noch einen güldnenReif von dem Vater, den nicht die Nürnbergerfanden, und den er aus den unheiligen mit indft heiligen Mauern brachte. Man las daraufden Namen Lonraclus sk Qukllleim. Nimm denReif, sprach er zu Brigitta, und solltest du einKnablein gebähren, so heb ihn auf, bis dasKnablein groß wird, und sag' ihm: Du bist