So ein, dem Himmel wenigstens nähet'/ alsfriedliche Thalbewohner lebender/ Vater war un-ter andern Conrad von Luftheim, um die Zeit/wie man den Landfrieden im heiligen römischenReich anordnete. Mit ihm war den Edlen alleFehde/ wie aller Straßenraub untersagt- Coiwrad meinte: wenn die Ritter seinem Gesetz zurHälfre nachlebten/ dürfte auch der Kaiser schonimmer zufrieden seyn; denn was wollte er thuN/wenn sie gar nicht darauf achteten; ein üblicherBrauch in jener Zeit. Die Fehden wollte Con-rad einstellen; er schlug ohnehin nicht gern sichmit anderen Edlen herum; den Straßenraubhingegen keineswegs. Wenn man es genau be^trachtete/ konnte er auch nicht- Denn nur dersteinige Berg, auf welchem die Raubfeste sicherhob/ war sein Eigenthum- Man konnte ihnweder pflügen, noch Vieh darauf zur Weide trei-ben. Wovon sollte nun Conrad Weib und Kind/Magd und Knecht nähre»/ trug ihm der ange-stammte Nahruugszweig keine Frucht mehr? DerBnrgpfaff selbst/ den Conrad davon genährt/ undwohl genährt hatte/ schüttelte den breiten Kopszu dem strengen kaiserlichen Befehl. Ritter,sprach er, Ihr kennt die fünf Bücher Mosisnicht/ weil Ihr das Lesen nicht versteht/ und sie
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Die sechzehn Ahnen des Grafen von Luftheim, eine Familien-Chronik
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