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Ein Waltag
(Bein.: „Die Mehrere Gesellschaft" nannte man inAugsburg zum Gegensaz der „Geschlechterstube", aufwelcher nur altpatrizische Familien eingetragen waren,die gesellschaftliche Vereinigung der nicht zum Patri-ziate, aber zum Adel gehörigen Ratsfamilien.)
2. ein neuer Raths Herr von den HHerrn 14ner und zwarvon der Gemeinde: Herr Franz Xaver Gegen rein er.
3. ein neuer Steuermeister: Meine Wenigkeit.
4. ein neuer Burg erweist er: obiger Herr von Hueber(am zweiten Wahltag, der am Erchtag war).
5. ein neuer Handwerksgerichtsherr: Herr SenatorKl anb er.
k. ein neuer Stadtgerichtsassessor von der Gemeinde:Herr Rauch, Stubenwirth auf der Kaufleuthstnben.„Künftigen Erchtag werden die offene Ngimlni-ämter erstwieder vergeben, wo ich auch Hoffnung habe, statt des bis-herigen verdrießlichen Weberhauses, ein besseres ruhigcrs Amt,nemlich das Getreidcaufschlagamt zu bekommen. Dagegengebe ich das Webcrhaus weg, da ich, weil ich nun ein Amtaus der ersten Klasse habe, nemlich das Steueramt, nur einAmt aus der zweiten haben kann. So glaube ich nunmein ganzes volles Glück gemacht zu haben undstehe nun in meinem 33sten Jahre in dem Rang und Aemtern,welche mein Hr. Schwiegervater erst in seinem 52ten, meinHr. Onkel im 60ten Jahre seines Alters erhalten haben, undich muß gestehen, obwolen viele ältere Herren, schon 6 undmehr Jahre vor mir in Rath gekommen, und alle längersitzen als ich, so hat doch keiner das Steueramt, mir zu lieb,auch nur mit einer Silbe gesucht, sondern ich bin vielmehrdurch vota unanimia, was der allerscltenste Fall ist,