sondern Vorsprnng über sie, denn es fehlte den meistenblvs an gleicher Fähigkeit, oder Kraft, oder Beharrlich-keit, um dasselbe zu erzielen. Es kann somit blos ein sol-cher moralischer Punkt ausgesucht werden, von welchemaus jedes Streben verdammlich erscheint, wenn es nichtdurch Grundsätze geregelt war, die mächtiger, als alle übri-gen Triebfedern, auf edlere Individualitäten wirken müs-sen. Inwiefern die Brüder Fürstenberg, von denen nun-mehr die Rede ist, sich von diesem Punkte entfernt odernicht, wird aus ruhiger und unbefangener Würdigungihrer persönlichen Gefühle und ihres öffentlichen Lebenshervorgehen müssen. Die Geschichte dieses letzter« ist we-der für den patriotischen Deutschen, noch für den Histo-riographcn des Hauses eine leichte Aufgabe; denn sie wi-derstreitet der Grundgesinuung und vielleicht den Interes-sen Beider. Gleichwohl ist es die Pflicht Beider, Menschenund Begebenheiten also geschildert zu liefern, wie sie ausden, größtcntheils bekannten, Thatsachen naturgemäß sichergeben haben. Das Raisonncmcnt der Zeitgenossen, welchein Parteien vielfach zerthcilt und in ihren Ansichten ge-spalten dastehen, darf nicht einseitig einschüchtern; abereben so wenig darf der öffentlichen Meinung derMehrzahl Trotz geboten werden, denn auch sie ist einunläugbares Faktum. Der Umstand, daß diese öffentlicheMeinung mit der Privatansicht der Dynastie, daraus jeneMänner entsprossen, übereinstimmt, erleichtert dem Histo-riographen das Geschäft, und er kann das Recht einesAnwaltes gegen Übertreibungen mit desto größerer Sicher-heit üben, ohne in den Verdacht zu fallen, seiner eigen-thümlichen Stellung wegen Pancgyrist von Dingen zuwerden, welche weder an und für sich, noch aus irgendeinem besondern Grunde besonders zu preisen oder zu ver-theidigcn seyn möchten.
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