brachte sie dem Bräutigam zu, welcher nach Kräften auSseinen verfügbaren Mitteln die Widerlage ihr sicherte. O
Leider blieb der neue Besitz für das Haus Fürstcubergnur imaginair; denn, trotz mehrfacher Versuche des ge-meinschaftlichen Sohnes der Beiden, löste nachmals Oster-reich, welchem an Wiedergewinn desselben gelegen war/die Pfandschaft wieder ein, und die dafür erhaltene Summewar nur eine geringe Entschädigung für die vereiteltereiche Hoffnung.
Bei der, in Egons VNI- Geschichte angeführten Güter-theilung entschied sich Jakob Ludcwig, welchem, vermögeHerkömmlicher Rechte, die Wahl gelassen worden, für dieHälfte der Landgrafschaft Baar, wartcnbergerAnthcil, als Erbrata; doch empfing er, wozu Billigkeitaufforderte, von Jenem noch eine vcrhaltnißmäßige Auf-besserung, bestehend in einer Summe von 80,475 Gulden.Die Familienpakten hat er im Jahre 1621 beschworen. (')
In kaiserlichen Kriegsdienst getreten, machte er sich balddurch vorzügliche Talente und löbliche Anstrengungen be-kannt, und Ferdinand II. bezeigte ihm sein Vertrauen durchdie Ernennung zum Kämmerer, Maximilian von Baiernaber durch diejenige zum Rath und General der Artillerie.Die Periode seiner Hauptthätigkcit im Kampfe wider dieProtestanten umfaßt die Jahre 1621 — 1627.
Jakob Ludcwig hatte Theil an dem thcuer errungenenLorbeer von Wimpfen (1622), wo verzweissungsvoke Be-geisterung dem überlegenen Kriegsgenie Tillys und nochmehr der Macht eines unerforschlichcn Geschickes unterlag.
(') Urkunde vom 3. Oktober 1612, im F. H.-A. Der Vater, G.Friedrich, und der Bruder, Egon (VIII.), sind mit dabei un»terschrieben.
(') Urkunde ä. ä. is. August, i. F. K..A. Nro 602>>.