Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
335
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Eilftes Kapitel.

Egons Kriegsthaten von der Einnahme von Göt-tinge n bis zum Jahre 1634; — wider Mantua —die Reichsstädte in Schwaben — Würtemberg —Hessen. — Theilnahme an der Leipziger Schlachtu. s. w. — Egons letzte Lebensjahre und urkund-liche Verrichtungen.

Sowohl der Kaiser, als Tilly empfanden diesen errun-genen doppelten Vorthcil sehr hoch und bezeigten dem Gra-fen ihre besondere Achtung. Ersterer ernannte ihn noch imJahre 1636 zum Obersten mehrerer neuen Regimenter zuFuß; (') das Verhältniß zu dem letztern, dem Generallis-simus der ligistischen Armee, war auch wahrend der gan-zen Dauer ihrer Wechselberührungen ein sehr freundlichesund es mag als ein ehrenvolles Zeugniß für Tilly's Cha-rakter betrachtet werden, daß er niemals auf die Verdiensteseiner Mitanführer eifersüchtig hinblickte, sondern, wo Ge-legenheit sich fand, die Tapferkeit und den Ruhm wackererKriegsgesellen herausstrich. Bei Egon war dies besonders

(') Kaiserliches Patent vom 27. November 1630. Das Patent fürdieGeneral-Feldwachtmeisterstelle,inderer bald nunauftritt und welche von der etwas später ertheiltsn eines Ge-neralwachtmeisters verschieden sevn muß, haben wirnicht vorgefunden.