mada und Anschläge des Feindes; so z. B. daß der Mans-feld mit seiner ganzen Macht das Land Heraufmarschireund am 3V. Juni bereits zu Drausenbeim Lager geschla-gen. Ein Theil des Vortrabs batte die Richtung vonStraßburg genommen, war aber von den Kaiserischcnniedergekniet und größtenteils niedergehauen worden.Von de» Gefangenen brachte man heraus, daß des Fein-des Absicht dahin gebe, in Eilmärschen weiter zu zieben,die Rheinbrücke bei Straßburg zu überschreiten, und ge-radenwegs in Baiern einzubrechen. Darüber stand derPrinz in großen Sorgen, um so mehr, da Tilly, welcherdurch die Markgrafschaft eilig nachzusetzen vorhatte, imUnterstände noch immer zurückgehalten war. Er fordertevaber Egon auf, doch ja das Kinzinger Tbal wohl zuverwahren. Auch bat er ihn über alle Vorkommnisse umgenauen Bericht.
Allein der Erzherzog batte kaum den Brief geschrieben,als er erfubr, daß Mansfeld mit 14,009 und Braun-schweig mit 10,900 Mann schon in der Umgegend vonStraßburg sich befinde und den Paß über die Brücke(mittelst ibrer protestantischen Verbindungen in der Stadt)erbalten hätten. () Da die Gefahr demnach für mehr alseine Landschaft dringender geworden, erließ Graf Egonnachstehendes Patent an den schwäbischen Kreis: (')
»Demnach sich die fürstlich braunschweigische, halberstädti-sche und mansfcldische Armada mit dieser Intention kon-jungirt, sich eines Passes über Rhein zu bemächtigen undin deu löblichen schwäbischen Kreis ibren Einbruch zu suchen;inmaßen sie dann, solch ihr Fürhaben wirklich fortzusetzen.
(') Schreiben, 9. ä. Breisach 1. Juli 1622. (F. H.-A )(') Patent des schwäbischen Kreises wider die MansfeldischeArmada, ä. ä. Heiligenberg 13. Zulr 16Z2.