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Indem der alte Graf ihm fest erklärt, daß das, wasvon seiner Seite nunmehr verwilligt werde, zn Berei-nigung seiner Schulden und namentlich zu Zufriedcnstel-lnng der Federungen seines Vetters Vratislaus gesche-hen müsse, schließt er seinen Brief mit freundlichen Er-mahnungen und verhofft das Beste vom Herzen, wie vomVerstände seines Sohnes. Es scheint, daß dieselben aufgutes Erdreich gefallen und alles in's vorige Gcleis zurück-gekommen sey.
Unter die Auszeichnungen, welche dem Grafen Wilhelmim Verfolge seiner diplomatischen Laufbahn zn Thcil ge-worden, muß besonders die Ertheilnng des St. Jago-Or-dcn gerechnet werden. Aus vorhandenen Briefen geht her-vor, daß er auch die Gunst der Kaiserin in bcsondcrmGrade besessen. Von welcher Natur dieselben gewesen sey,ist jedoch nicht ersichtlich. Am IS. Oktober 1618, somitkaum ein Jahr nach seinem Vater, starb Wilhelm undward zn Bettenbrunn begraben. Auch die, welche seineHitze und Unvorsicht beklagen, haben die großen Kenntnisse,den scbarsen Verstand und die wackere Gesinnung Wilhelmsangepriesen. Man nahm auch ohne Zweifel mit Unrechtvon einer einzigen Handlung seines Lebens, welche über-dies zwei Seiten hatte und als Akt der Nothwchr sich je-dem Unbefangenen darstellt, den Maßstab zur Beurthcilungseines Gesammt-CharakterS. Wilhelms Gemahlin überlebteihn noch eine Reihe von Jahren. Die Irrung, welche imJahre 1638 zwischen ihr und den Verwandten des Verstor-benen über eine Schuldfoderung entstanden, ward durchVergleich gehoben.
Der zweite Sohn Friedrichs IV., Joachim AllwigII., wurde zu Truchtelfingen im Jahre 1578 geboren. Frühenahm er unter Österreich Kriegsdienste. Der Unterstützungseines Vaters mit Rath und That in Königs Mathias