Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
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König Mathias an Graf Friedrich zuFürstenberg.

»Lieber Graf! Eure Schreiben vom 28. Februar und l.Marz Hab' ich erst gestern empfangen; wollte wünschen,dieselben wären zu rechter Zeit gekommen, dann Eure Avisaund Anschläge gemeiniglich unter andern die besten sind.Nichtsdestoweniger will ich alles das, was noch restirt undmöglich ist, hienach ordnen.

»Wessen Ihr mich wegen Eröffnung des Passes mit Bnd-weis, Kromaw und Tabor erinnert, habe ich sonders gernverstanden und darauf meinem Landhauptmann, Verord-neten und Adjungirten befohlen, gute Korrespondenz mitdem von Rosenberg und Euch zu halten.

»Den Lnccan betreffend geschieht wider meinen Willen,und daher, daß bei dem Kriegsrath alles überhäuft undder Personen wenig sind. Soll aber dieser Tage die Bestal-lung gefertigt Euch zugeschickt und ihm zugeschrieben werden.

»Unterdessen, hoffe ich, werdet Ihr meine schreibenvom 28. Februar und 2. März empfangen und, so vielmöglich, dies in's Werk gerichtet haben, was daselbst an-gedeutet worden, derentwegen ich Eure Verrichtung mitVerlangen erwarte.

«Den Kaiserlichen und der böhmischen Stände GesandtenHab' ich ihren Bescheid erfolgen lassen, sie wollen aberauf weitere Verordnung ihrer Principalen bei mir ver-harren.

»Die Konfidenten zu Prag begehren meine Person sehrhoch, ich aber wollte mich beincbens gern besser fnndirenund versichern, damit man alles mit guter Zeitigkeit zumEnde bringen möchte. Unterdessen reise ich künftigen Mon-tag ans Znämb, allda, wessen sich die Unseligen mit mirwerden vergleichen, erwartend. Bleib' Ench mit aller Ena-