Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
290
Einzelbild herunterladen
 

— 290 —

führten Prozeß stutzen werden, wo dieselben, wie vor an-gedeutet, und Dero Stände, das einhellige Vertrauen, dieLieb und Affektiv» gegen Ew. Maj. und sich selber nichtvollkommen spüren und finden wurden, in gleichem auchalso die Schlesien und Lansitzer auf solche Weise aber Ew.Maj. in dieser eilenden Roth nicht wenig sich versichern.Und ihr Regiment stabiliren werden.

Dies Hab' Ew. Maj. aus rechtem teutschem, getreuemHerzen ich in Unterthänigkeit für meine Einfalt entdeckenUnd damit das Herz eröffnen wollen, mit unterthänig-ster, höchster und demüthigster Bitte, dies von mir inKöniglichen Gnaden, wie es gut gemeint, aufzunehmen,dann Ihr großen Potentaten in großen wichtigen und schwe-ren Sachen und Aktionen nicht besser dann mit der Wahr-heit offen zu gehen gedient werden kann. Darmit ich nunbeschließe, Ew. Königl. Maj. aber in Dero gerechten undbilligen impl-k-sa von dem getreuen Gott Gesundheit, Glückund Viktoriam von Herzen unterthänigst wünsche, undDero mich zu beharrlichen Königlichen Gnaden gehorsamstfleißig befehlen thue.

»Ew. Königl. Maj.

»untcrthänigster und ganz gehorsamstertreuer Diener so lang ich leb',»Friedrich, Graf zu Fürstenberg.«

Die ferncrn Vorgänge in Böhmen, nnd die BemühungenFriedrichs für den König, so wie die Schritte und Maß-regeln desselben zu Vollendung seines Unternehmens, er-gehen ans dem Verlaufe des Briefwechsels, wie folgt:

König Mathias an Graf Friedrich zu Fürsten-berg, cl. cl, Wien, den 2. März 1611.

»Lieber von Fürstenberg! Eure vom 27. Februar übcr-schickte Avisa Hab' ich empfangen nnd eben dieser neuen