Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
289
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wieder an sich ziehen, alles zu dem Ende, damit Ew. Maj.bei Dero Hoheit, auch bei jetzt und künftig anwartcndcnKönigreichen und Landen im Frieden und Wohlstand er-halten werden mögen; welches die einzige Mira, dadurchEw. Maj. zum Zweck aller deren guten Jntenten gelan-gen werden.

»Wann nun Ew. Maj. diesen glücklichen und löblichenWeg erlangt werden haben, alsdann können und mögenEw. Maj. als ein christlicher katholischer und ciferigcrKönig, durch göttlichen gnädigen Beistand im Friedender katholischen Religionspflanzung, durch Concilia, Col-loquia, durch fleißiges Lehren, Predigen und Schreibenfürnchmcr hochgelehrter Leute, fürnämlich aber durchObhaltung des löblichen eremplarischen geistlichen Lebensund Wandels (so gewiß bei der Welt nicht wenig ver-fängt) den höchsten und äußersten Nutzen schaffen, auchhierdurch bei Gott sich mehr verdient machen, da eineSeele auf solche Weise gewonnen, als wann durch denZwang und Schwert Istgv und aber 1900 Seelen verlorenwerden. Und obwohl nicht jedermann hierzu verstehen will,so werden doch dieselben nicht darbringen, daß bisherodurch den Zwang und Schwert der Religion so großerNutzen geschafft scyn worden, sondern vielmehr äußersterSchaden und Verderben widerfahren.

»Welches alles Ew. Maj. bei jetzigem, ganz betrübtemund gefährlichem Vorstand ich gehorsamst, warnungsweiseaus getreuem, aufrechtem Herzen und Gemüth (darmitich nunmehr in die zwei Jahre und länger mit großemSchmerz und Bedauern zurück und an mich halten müssen,demnach Andere mir in ihrer Meinung überlegen gewc,sen) erinnern sollen und wollen. Ew. Maj. können ver-sichert scyn, daß jetzund die löblichen böhmischen Stände innichts niedrer, dann ob dem österreichischen bishero ge-ll. 19