Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
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Kenntniß gesetzt, die weitere Weisung eingeholt und dieerforderliche Abrede über die nunmebr zu treffenden Maß-regeln genommen werden. Der Graf wählte, da er sonstNiemanden völlig trauen durfte, seinen Sohn Allwig,der bereits in mehrern Geschäften dieser Art seine Gewandt-heit erprobt hatte. Er gab ihm zu dem Ende nachstehendeVollmacht und Aufträge mit : ( )

»Erstlich solle mein Sohn I. Königlichen Majestät denVerlauf mit Raine vollkommen bis auf seinen Abschied vonhinnen gehorsamst referiren, was er selber von den Kund-schaften gehört und vernommen. Von welchem allen HerrFcldmarschalckh wohl informirt, mit dem auch nach allerNvthdurft teulich korrespondirt werden soll.

»Und demnach die höchste Nothdurft, zu der I. Maj.sich nunmehr entschließen müssen, zu was Jutent dieselbediese Armee der Ende zusammen ziehen lasse.

»Ob I. Maj. defensive und offensive verfahren wollen.

»Da nun I. Maj. defensive gehen und die Grenzenallein dieser Orten verwahren lassen wollten, hätten die-selbe (meines Bcdnnkcns) mit wenigerm Volk diese Städteund Plätze besetzt und versehen lassen können.

»Es sind aber überall I. Maj. um ein gutes stärker,als der Feind, der erstlich nit mehr dann 6400 zu Fuß und2000 zu Pferd stark gewesen; wie viel Volk verdorbennnd gestorben, geschweige daß Sie nit vollkommen ge-mustert haben, ja daß jctznnd Raine zu Crumau 3- oder409, in Budweis bei 1000 , zu They 500, in Tabor 600und mehrere zur Besatzung hinterlassen müssen. Wie stark

(') »Memoriale, was mein Selm ?Illwig bei der Königlichen Ma-jestät, unserm gnädigste» Herrn, (da es begebet wurde) an-bringen soll, nnd (soll) solliches allein für meinen einfältigenDiskours gelten ?c. u." — 1). >1. Weitra. 10. Februar 161!.