Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
276
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»Was nun Ihr in Einem und Anderm verrichten wen-det, bin ich Eurer förderlichen Antwort gewärtig, undverbleib Euch benebens mit Gnaden wohl gewogen.

»Mathias.»

Die Antwort Friedrichs auf dieses Schreiben des Kö-nigs haben wir nicht gefunden; wohl aber finden wir einzweites, von Seiten des Letzter» an Fürstenbcrg, worin erin der unglückseligen Fehde mit dem Kaiser abermals dasgrößte Vertrauen zu ihm bezeigt, die zwischen ihnen beidenStatt gefundene Korrespondenz und eben so die Papiereüber die Unterhandlungen mit den böhmisch- und österreichi-schen Standen und dem Fürsten von Anhalt ihm mittheilt,auch von den Verfügungen des Hofkriegsrathes ihn inKenntniß setzt. Wir finden ferner, daß um diese Zeit derGraf bereits wichtige Nachrichten ihm Übermacht, anch umseine Verwendung bei dem Könige von Spanien und demHerzoge von Feria zu Gunsten einiger seiner Verwandtenihn angeht. (')

Zu Anfang des Hornungs sandte Friedrich einen neuenBericht, sowobl in Bezug aufdas Kriegsvolk und die Kriegs-rüstungen, als auf die diplomatischen Vorgänge und dieVerrichtungen Rosenbergs, welcher ebenfalls thätig fürdie Interessen des Königs sich mühete. Die Papiere wur-den jedoch meist entweder in's Feuer geworfen, oder aufder Stelle im Original zurückgegeben.

Inzwischen hatte es sich begeben, daß der Oberst Rome(Rame), welcher an der Spitze des passau'schen Volkes inOberösterreich und Böhmen eingebrochen war, sogar derStadt Budweis durch vcträtberischen Überfall sich bemäch-tigt. Von diesem wichtigen Ereigniß sollte der König in

('1 Schreiben <1. Wien. 30. Januar 1611.t') Schreiben vom 4. und 9. Februar.