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sich mit dem Entwürfe zufrieden und Mathias zur Unter-schrift sich bereit, unter einigen Bedingungen, von denendie vorzüglichste: Entlassung des Passau'schen Kricgs-volkes, war. Rudolf verhieß dies und das Andere. DerKönig nnterschr'eb; aber zu seinem größten Erstaunenund Entrüsten blieb das Kriegsvolk, und Rudolf widerMathias mit unauslöschlichem Hasse erfüllt, machte sogarPlane, die Erbfolge in Böhmen seinem Vetter Leopoldvon Passau zuzuwenden. Eine Reihe von ungeschicktenMaßregeln und unzeitigen Jntriguen folgte, alle nurdazu gemacht, das Feuer mühsam unterdrückter Leiden-schaft in vollen Flammen auflodern zu lassen. Die Ver-mittlungsversuche der Erzherzoge und des Herzogs Hein-rich Julius von Braunschweig waren vergebens, derBruch zwischen Beiden entschieden.
Ans wenigen Urkunden und Nachrichten dieser Zeitlaßt sich die wahre Lage der Dinge so klar und treulichschildern, als aus dem Briefwechsel des Mathias mitGraf Friedrich, welchen wir hier, mit wenigen Abkür-zungen, im Znsammenhang als eine wichtige Geschichts--quelle dem Leser ganz mittheilen. Durch Zusammenstel-ung derselben sodann mit demjenigen, was Khevcn-hüller, Schmidt und Hormayr zu geben für gutgefunden, und mit den Originalbriefen, welche ein neuererGeschichtforscher () über Wallenstcin und die Vorereig-uisse seines politisch-kriegerischen Auftretens bekannt ge-macht hat, dürste die Geschichte der merkwürdigen Reli-gionswirren vollständiger, als bisher, sich darstellen, nicht
<') Fr. Förster : Albrechts von Wallenstein ungedruckte, eigen-händige, verrrauliche Briefe und amtliche Schreiben. NebstCliaraktenstit seines Lebens und seiner Feldzüge-, Berlin 1S2S-»ZL29. 3 Bände.