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geschäfte auch damals war, gcht ebenfalls aus diesem Briefund dem Tone des Ganzen hervor. (')
Die Begebenheiten nahmen mit jedem Tage einen ernsternCbaraktcr an. Die jülich'sche Erbstreitigkeit bildete den osten-siblen Gegenstand des Streites zwischen Protestanten undKatholiken. Die Gerichte des Kaisers wurden parteiischund ungenügend erfunden. Die Schritte der Stande, dieBewegungen der Union in Teutschland und die Einmischun-gen Konig Heinrichs IV. von Frankreich in die Angelegen-heiten des Reichs, so wie dessen Entwürfe gegen Österreichfoderten die Katholiken zu Selbstvcrtheidignng, letzteresaber zu kraftigerm Systeme auf. Erstere bildeten eine Ge-gen-Union unter dem Namen der Liga; im ErzHaus abersuchten einerseits Mathias, anderseits Ferdinand von Grazdas sinkende Ansehen wieder zu heben, jeder zwar aufverschiedene Weise und Wege, beide jedoch in gewissen Punk-ten einig. Die Erzherzoge Maximilian Leopold und Al-brecht spielten dabei die Mittelspersonen. Sehr thatig wirk-ten die Bischöfe von Augsburg und Würzburg ein, und imGeiste der Restauration nach den strengsten katholischenGrundsätzen und in der Abneigung wider jeden Vergleichund Zugeständnisse an die Gegner begegnete Maximilianvon Baiern seinem Vetter von Graz. Der Herzog kam,fast ohne Wissen des Kaisers, an die Spitze der Liga, sowie diese selbst hinter seinem Rücken gestiftet und organi-sirt worden war. Wir übergehen alle die widerlichen Vor-fälle des Jahres 1619, in welchem die Parteien sich zumKampfe rüsteten und zum Tbeil schon sich einließen; dieUrkunden des Betrugs von der einen und der Schwäche vonder andern Seite; der Entheiligung des Kaiserlichen An-sehens und der Religion, wodurch beide Theile gleich sehr
(') Schreiben ohne Datum und Ort (im F.