Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
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Graf Friedrich eine neue Zuschrift an den Erzherzog, be-gleitet mit einem Briefe an den Gehcimschrcibcr. Die bei-den lassen klar in das verworrene Treiben dieser Tageund in die tiefen Besorgnisse der besonnern Räthe, fürden König, wie für den Kaiser blicken» Auch in ihnensprechen sich Fürstenbergs edle Gesinnung und politischerScharfsinn ganz aus.

»Edler, vester, insonders vertrauter, lieber Herr Dück-her. Nach Erbietung meiner willigen Diensten, Hab' ichsein Brieflcin vom 11. August wohl empfangen und ver-standen. Und Hab' Ihrer Fürstlichen Durchlaucht, meinesgnädigsten Herrn Handschreiben, als auch das in derSultzischen Sachen, außer der Kanzlei verfertiget, glei-chermaßen verlesen, darauf ich jetztmalen wieder in Eilzu einer Verantwort nnterthanigst avisa gebe. Und, soviel unser Gemeinwesen belangt, will ich mich unterstehen,I. F. Durchl. unterthanigst Relation vom ganzen Wesenzu thun, allein Hab' jetzt bei dieser Post bestellt, damitdie nachfolgenden Schreiben durch I. Durchl. Agenten inPrag wohl und sicher bestellt werden, darum ich auchmeinem Diener und Agenten allda, Varnabae Wilden,exprosso Befehl geben, was er inmittelst thunsolle, dannman jetzunder den Schreiben sehr nachstellet, und jedergern sich mit meinen Zeitungen daselbstcn zumachen wollte.

»Für meine Person thne ich, was möglich, und feiereNicht, Hab' nunmehr den Statum ziemlichermaßen erlernet,und ersehen, der ist nicht mehr in Kaiser. Rudolfs Handund Regiment, als auch in Erzherzogs Mathiasen Gn-bxrnament und Gewalt, wie vormals, sonder ist der Kom-paß stark verruckt worden, und haben die Länder ihrenVortheil ersehen, den werden sie durch keine Gewalt mehraus Händen lassen, sonderlich weil es noch so frisch;und würd' man allein studieren müssen, wie man den