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ßes Vertrauen ein. Derselbe Kreis, in welchem sein Vater,seine Ohme und Vettern mit so vielem Ruhme sich bewegtund fortwährend bewegten, nahm auch ihn auf. KaiserRudolf benutzte ihn bei vielen Anlässen und übertrug ihmSendungen von besonderer Wichtigkeit. Wir erwähnenblos beispielsweise der Vermittlung in dem Streite zwischender evangelischen und katholischen Bevölkerung Wcils,welcher Friedrich, gemeinsam mit dem Fürsten von Hohen-Zollern, sich unterzogen. (') Als Landgraf im untern El-saß, wozu er bereits frühe ernannt worden, machte erfür die Interessen des ErzHauses seinen Einfluß auf Adelund Städte dieses Landes, so wie auf diejenigen der Nach-barschaft geltend. Oft wendete sich hierum der Kaiser inder Roth an ihn. Dies war zumal im Jahre 1597 derFall.
Bekanntlich wurden um diese Zeit zu einem TürkenkriegeRüstungen betrieben, mit all der Raschheit und Bereitwil-ligkeit, welche von der damaligen Stimmung der Geniü-thcr sich erwarten ließ, besonders da in der KaiserlichenFamilie selbst die Eintracht gerade nicht sehr vorherrschte.Bei diesem Werbgcschäst spielte auch Friedrich eine Haupt-person. Der Kaiser schrieb ihm unterm 1. April von Pragaus, daß er für die Sache bei den reichsfreien Ritternund beim Adel seiner Landgrafschaft nach Kräften wirkenmöge und daß er somit zu seinem außerordentlichen Kom-missair ibn ernannt habe, aus den Fall einer Verhinderungaber zu Bestallung eines Stellvertreters ihn bevollmächtige.Zum Behuf der im Februar begehrten Türkenhülfe solltezu Andlau auf die nächste Ostern ein Rittertag abgehaltenwerden und der Graf oder sein Stellvertreter die Kaiser-lichen Anträge durchzusetzen suchen. Für gehörigen Em-
<') F. H.-A. Nro. 445>>.