Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
233
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in Aufnahme zu bringen, kaufte Joachim allerlei neueGüter, die er damit vereinigte, was alles an gehörigemOrte später bemerkt werden wirh.

Das Vertrauen seiner Standesgcnosscn folgte dem Gra-sen bis in sein hohes Alter. Noch einmal sah er sichvom Grafenkollegium in Schwaben mit dem beschwerlichenAmte der Ausschreibung belastet. Er genügte nach Kräften,

Wir werfen zum Schlüsse der leider nur abgerissen undunvollständig vorhandenen Notizen über ihn noch einenBlick auf sein Privatleben und seine Familienverhältnisse.Er hatte im Jahre 1562 Annen, die Tochter des GrafenFrobcn Christoph von Zimmern, gechelicht, eben dessel-ben , welcher einst die Sache seines Oheims, GrafenWilhelm, vor dem Rcichskammergerichte mit vcrthcidigt.Sic brachte ein Heirathsgnt von 2090 Gulden und dieHälfte dieser Summe als Aufbesserung zu, wofür sievcrhältnißmäßige Widcrlage und auf Jungnau Verschrci-bung und Wittwensitz erhielt. (°) Die Ehe war glücklichund mit Kindern reich gesegnet. In der Urkunde, welcheAnnen 5999 Gulden sicherte, findet man Gefühle besonde-rer Zärtlichkeit ausgesprochen. Zweimal hatten die beidenGatten sich malen lassen, und zwar in verschiedenen Le-benspcriodcn; in jener, wo nur Pbantasic und Sinne,und in der, wo Achtung und Freundschaft im Bunde derGemüther vorherrschen. Die Gesichtszüge der jugendlichenGräfin waren hold und lieblich, die des Grafen kraftigund geistreich. Im vorgerückten Alter sprach das zweiteKonterfei Ernst der Seele und Adel des Geistes auf.

Joachim wendete mancherlei zu Verschönerung des Hei-ligenberges an, welcher, wie wir an einem andern Orte

(') Schreiben vom 27. April 1539, (Nro. 403.)(') Nro. 385.