bcns und der Andacht! Doch wir kehren zu unserm Hein-rich zurück.
Die Donaueschinger Pfarrkirche, das Kloster Amtenhau-sen und der Marienhof zu Neidingeu erfreuten sich beson-derer Freigebigkeit des Grafen. Ersterer vermachte er, kurzvor seinem Hiuscheid, noch eine Jahrzeit von 300 Gulden;das zweitgcnannte hatte wahrend schwerer Krankheit Lie-besdienste ihm geleistet und die Väter von Amtenhausenhatten seiner Seele beruhigenden Trost für Jenseits ge-bracht. Dankbar gab er ihnen hiefür eine Summe zu Meh-rung ihres irdischen Besitzthums. Neidingen dagegen er-hielt ein beträchtliches Legat. Dafür sangen fortan sechsPriester jährlich einmal das Requiem für eine fröhliche Ur-stände. Das Gleiche thatcn, in Folge der Stiftung einerandern Jahrzcit, fünfzehn Manche in St. Meinrads Abteizn Einsiedeln vor den Altären des schwarzen Mariabil-des. (') Die Lehre von einem Zwischenzustand nach demTode, wo ein zum Erscheinen vor dem großen Meister nochnicht hinlänglich bereiteter Geist hiefür sich läutere undwo die Fürbitte frommer und edler Menschen ihm hüls-reich beistehe, ist nicht sogar abgeschmackt, wie viele Gottes-gelchrten wohl annehmen mögen; nur muß man dem Bildenicht materielle Farben aus P. Kochcm und M. von Schön-berg leihen. Große Weisen des Alterthums haben jedochmit demselben ebenfalls sich beschäftigt. -
Drei Jahre nach dem Tode seiner Gemahlin, am 12.Oktober 1596, ist auch Graf Heinrich zn AmtenhausenTodes verblichen. Manches vielleicht, was aus ihn, Ama-lie von Solms und ihre beide Töchter Bezug hat, w >rein den Prozeßakten wider Truchscß-Waldburg noch zu fin-den. Aber jeder Geschichtschreiber, der eine edlere Lebens-
(') Utk. Nrv. 372, 376, 373.