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das Budget der teutschen Gesandtschaft. (') Für den Gra-fen selbst war die empfangene Zulage nur ein halber Trost;denn er hatte ans eigener Kasse über 15,393 Gulden auf-gewendet. (') Die politischen Verhaltnisse machten gleichdarauf eine dritte Sendung nach Paris und Madrid, sowie an den Hof der Jnfantin Jsabella nach Brüssel noth-weadig, welche mit einem Gefolge von 20 Personen un-ternommen ward und nicht weniger als 37,000 Reichsguldcnkostete.
Eine fernere Folge des gewachsenen Vertrauens in Gra-fen Vratislaus war, daß der Kaiser ihn, kurz nachdem erdem Reichstage zu Nürnberg beigewohnt, zum GeheimenRath, d. h. zum Mitglied»? des Ministeriums, ernannte.Diese Beförderung hatte unmittelbar nach Abtritt der säch-sischen Gesandtschaft Statt, wie Khevenhüllcr ausdrücklichbemerkt. Andere Begünstigungen und Privilegien, welchevorzüglich auf seine angestammten Herrschaften sich bezie-hen, werden weiter unten im Zusammenhange angezeigtwerden.
Inzwischen fuhr der Graf auch in militairischer Hinsichtfort, für Österreich zu wirken; besonders thatig aber warcr in Anwerbung von Truppen, woran man sehr litt. DieseAnstrengungen erstrecken sich durch mehrere Jahre. Die po-litischen Geschäfte wurden daneben nicht versäumt und mehrals ein Auftrag von gewichtiger und zarter Natur gingdurch Fürstenbergs Hand. Er gehörte in jeder Beziehungzu den vertrautesten Rathen des Kaisers. Die Archive lie-fern eine Reihe von Beweise hicfür, ohne daß wir den
(') Khevenhüllcr. r. IX. 1497.
(') F. H--A. Nro. 720.
(') Ebendas. Nro. 721.
(/) Khevenhüller. B. IX. S. 1625. 1631.