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angenehme Sendung erhalten, bei Vertreibung der un-glücklichen Pradikanten und Wiederherstellung der vonihnen besetzten Klöster thätig mitzuwirken. (') Wir glau-ben annehmen zu dürfen, daß er seiner Dienstpflicht mitaller Rücksicht Genüge geleistet, welche das Gefühl derMenschlichkeit auferlegt; wenigstens finden wir nirgendsgegen seine Person besondere Beschwerden aufgeführt, unddoch sind die zu sencr Zeit von beiden Parteien widereinander begangenen Ausschweifungen stets mit gewissen-hafter Sorgfalt in allen Einzclnheiten bekannt gemachtworden.
Eine würdigere Sendung ward dem Grafen, gegenEnde des Jahres 1619, zu Theil, nämlich als Gesandterdes Kaisers an den König von Frankreich. Der Streitzwischen dem durch Gewalt aufgedrungenen, und demdurch freie Wahl der Stande ernannten Könige der Böh-men hatte bereits alle Leidenschaften in Bewegung gesetzt.Man suchte das Pariser Kabinet, welches noch vor Kur-zem mit der Idee völliger Vernichtung des Hauses Öster-reich, und mit dem Traum einer Universal-Republik iuEuropa sich und andere getauscht, von seinen Verbilt-dnngcn mit Kurpfalz abzubringen und zur Neutralitat zubestimmen. Vratislaus, begleitet von einem ansehnlichenGefolge, kam noch im Dezember in der französischen Haupt-stadt an, ward von dem Hofe mit allen seinem Range gebüh-renden Feierlichkeiten empfangen und im Gcsandtschafts-hotel, Hus clu Vournon l'suxbourg 8t. Lk-rmaiir das?re-5, prachtvoll bewirthet. Sein stattliches Äußere undseine würdevolle Haltung, bei der teutsche Freimüthigkeitmit spanischer Grandezza und italienischer Feinheit ange-nehm sich verschmolzen, erregte die Aufmerksamkeit der-
(') Verschiedene Briefe und Relationen hierüber im F. H.-A.