Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
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202
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Graf wendete sich an die rechten Leute, die ihm helfenkonnten, nämlich die Bischöfe von Konstanz und Augs-burg , welche bei dem Kaiser sehr viel vermochten undauch bereits Graf Christophs Beschützer gewesen waren. (IIn einem der an sie gerichteten Schreiben redet er vonseinen, im Niederländischen Kriege dem ErzHaus geleiste-ten Dienste; von seiner Sehnsucht, künftig für das teutscheBaterland zu streiten; endlich von der Gefahr der Verzö-gerung, wegen der noch anzustellenden Werbungen. Diegleichen Schritte versuchte er bei den Äbten von Sal-inansweiler und Weingarten.

Die ehrwürdigen Prälaten entsprachen dem in sie ge-setzten Zutrauen durchaus, und auch die Grafen vonMontfort und Helfcnstcin vereinigten ihre Bemühungenmit den ihrigen. Der Kaiser gewährte. Doch scheint dieSache bis inS Jahr 16l6 sich hinausgezögert zu haben. G)Zwei Landvögte Vratislav's, Karl Otto von Wahl undEglof, hatten bei den Unterhandlungen Eifer und Ge-wandtheit an den Tag gelegt, und ihre Briefe sind zu-

(') Ein Schreiben (cl. cl. 1Z. Jänner 4644), worin sie V. ihrherzlichstes Beileid über den Trauerfall in seiner Familie be-zeigen, ist noch vorhanden.

E) Schreiben der Bischöfe an VratislauS vom 43. Jänner 4614;Memorial C. O. v. WahlS, cl. 6. 24. Jänner 4644 ; Schrei-ben Eglofs v. Jmmcndingen an Gebh. Schellheim zu Kon-stanz, cl. cl. Linz 42. Jänner 4614; offenes Krediliv-Patentvom nämlichen Datum und 24. Jänner 4646 ; endlich Schrei-ben des Bischofs von Konstanz an den Kaiser, 22. Jänner<?. a. u. s. w. — In dem einen dieser Briefe (dem an denAbt von Salmansweiler) wurden auch die Interessen derschwäbischen Klöster und Stifter angezogen, welche Vrat.,als beitragendes Glied des Kreis-KollegiumS, besonders zufördern im Stande sey.