Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
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und die Stellung ihrer Ämter, gezwungen waren. Nachden drei Bergen, welche damals, einem in Österreichherrschenden Sprüchwort gemäß, schwer auf dem Landedrückten, (') war der Einfluß der Fürstenberge wohlder mächtigste; von den böhmischen Unruhen an gerechnet,bis zur Regierung K. Ferdinands III. finden sich unterihnen nicht weniger als acht ausgezeichnete Männer,welche an den Staatsgcschäften, entweder in der Eigen-schaft als Diplomaten oder als Kriegshäupter, Thcil nah-men und sich einen bleibenden Namen in der Geschichtesicherten. Und unmittelbar nach ihnen tritt eine neue Ab-theilung von ähnlichen auf, welche von der fortwährendregen und frischen Geisteskraft des Geschlechtes zeugen.Die Gruppe derselben würde vielleicht noch anziehenderin die Augen fallen, wenn der Geschichtschreiber blos mitihnen sich beschäftigte, und nicht die Aufgabe dieses Wer-kes zugleich auch diejenige der Vollständigkeit, und derVerfasser nicht auch minder glänzende Namen und manchenur für einen engern Kreis gewichtige Einzclnheiten mitaufzunehmen gezwungen wäre. Doch, wo fast bei jedemSchritte neues frisches Quellwasser strömt, und stolzeEichen mit mächtigen Zweigen emporragen, nimmt man auchgern wohl die niedrigern Gebüsche und die kleiner» Blu-men mit, welchen wir in der genealogischen Straße begeg-nen. Doch wir kehren nun zum Grafen Vratislaus demAltern.

Vratislaus I., Stifter der aus dem Kinzingerthal-Hauptstamme hervorgegangenen Möhringer Linie, wurdeden 31. Jänner 1S84 zu Prag geboren und vom Erz-bischofe in Person getauft. Die Mutter Elisabeth und

(') Sggrnberg, Questenberg und Werdenberz. Sodann kamendie drei Stämme: Lichtenstein, Oietrichstein und Wallenstein.