Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
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und ein gleich schmerzlicher als schimpflicher Sieg des Ge-meinen über das Göttliche in uns sind, verordnete er diegeliebte Gattin und Friedrich, seinen Vetter, zu gemein-samen Administratoren seiner Verlassenschaft. Die frommeStimmung seines Gemüthes und die ganze Richtung seinesLebens gaben sich in einer Reihe von Stiftungen und Ver-machtnissen kund, welche jene Urkunde enthalt. (9 SeinHinscheid erfolgte an dem nämlichen Tage, in Folge einerheftigen Ruhr. Er ward um die Mitte des Janners vomfolgenden Jahre zu Maricnhof mit großem Prunke beige-setzt und seine sterbliche Hülle in einem schweren zinnernenSarge aufbewahrt.

Seine Gemahlin hat nur zehn Jahre ihn überlebt. InItalien, wo sie alten Freundschaften und dem Genuß herr-licher Knnstschätze einige Zeit gelebt, überraschte auch sieendlich der Tod. Sie nahm das tröstliche Bewußtsein mithinüber, dem Vaterland? ihres geliebten Gemahls durchVermittlung ihrer frommen Mutter, Maria Anna, indem Haupte des seligen Konrad von Urach ein unschätz-bares Kleinod hinterlassen zu haben, an welchem der An-dachtssinn von vielen tausend gläubigen Seelen sich stärkte.Diese Reliquie ward nach Konstanz gebracht, (I derselbenStadt, welche die Gebeine ihres ketzerischen LandsmannesJohann Hnß nach allen vier Winden zerstreut gesehen,und dessen Vildniß, im Hintergründe des großen Tauf-kcsscls, noch lange zu warnendem Abscheu für ncuerndeGeister zu verspotten gewußt hat.

Von den hinterlassenen Kindern der Beiden pflanztenChristoph (U.) und Vratislav das Geschlecht nnd die Li-nie weiter; Maria, Johanna, Emmanuel, Euse-

(1 Urkunde 681, 682.(') F- H.-A. 684. 684