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2 (1830)
Entstehung
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die b,'indischen Anschläge gewußt und im Übrigen die An-sicht ausgesprochen, daß der Verfall der Nationalität dasHauptunglück der Teutschen, daß dies Volk nur durcheigene Zwietracht zu besiegen, und zweideutiges Beneh-men auf beiden Seiten leider an der Tagesordnung sey. ( )Es scheint, auch Friedrich habe durch besonnenen Rathdazu beigetragen, seinen Bruder Wilhelm von aller Theil-nahme an dem unglücklichen, weil unreif begonnenen undschlaff ausgeführten Unternehmen der SchmalkaldischenEidgenossenschaft wider den Kaiser abzuhalten. So erschiener nur als Zuschauer dabei, wie oben bereits angezeigt ist.

Die Bemühungen des Grafen, religiöser Neuerung imKinzinger Thal und in der Ortenau zu steuern, Wilhelmsunvorsichtige Politik zu durchkreuzen, und das Gcsammt-haus mit dem Kaiser wieder auszusöhnen, haben wir eben-falls am gehörigen Orte ausführlich beschrieben. Wir tra-gen daher hier blos nach, daß Friedrich diesem Systembis an sein Ende getreu blieb, oft mit einer Strenge viel-leicht, welche in andern Dingen außerhalb seines Charak-ters lag. Aber es bestimmte ihn nicht nur Familien-Jnte-resse, sondern auch innere Überzeugung dazu. Der Bauern-aufstand und die Wiedertäufern, das Zugreifen der Für-sten und die schimpfliche Zwietracht unter den Evangelischenselbst, hatten wohl auch noch viele andere Gemüther derReformation damals entfremdet. Der bilderstürmerischeEifer und die religiöse Unduldsamkeit mancher Pradikan-tcn, endlich die vielen skandalösen Reden und Beispiele,welche einige derselben während der kurzen Zeit ihrerWirksamkeit auf Fürstenberg'schem Gebiete sich erlaubt,lieferten vielleicht noch besondere Beweggründe zu den an-

(') Sebast. Schert lins KriegSthaten sAsnclc»! Script, re?.xcrm. P. III. 1^87. ls88.)