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dachte der Graf, dem Übelstande abzuhelfen. Er beschloß,sich selbst Vieh auf seinen schönen Höfen bei Straßburgund Ortenberg zu halten, und nach seiner Nothdnrft Käl-ber zu ziehen. Deshalb ließ er durch seine Meyer unge-fähr ein Dutzend Kühe kaufen, und war nun der süßenHoffnung, in kurzer Frist an die hundert Kälber zu er-halten, indem er bis dahin der festen Meinung gewesenwar, daß das gleiche Verhältnis, wie bei den Tauben,Statt finde, und jede Kuh monatlich einige Junge werfe.Als er jedoch von dem Unhaltbaren seines Planes näherunterrichtet worden, gab er die Landwirthschaft ohne Säu-men wieder auf und lachte herzlich mit über den komi-schen Jrrthum.
So geringfügig und unbedeutend diese Züge auch er-scheinen mögen, so werfen sie doch auf die Einfachheitdes Cgarakters, die noch bei den Edlen jener Zeit oft sichzeigte, einiges Licht, und verdienen als Beiträge zur Ge-schichte ihres Privatlebens hier eine Stelle. ( ) Der Kontrastzwischen dem gewaltigen Treiben eines in Fcldschlachtc»und an Höfen der Großen berühmt gewordenen Mannesund der Kindlichkeit des Gemüths, welche sich bei ober-zählten Schwänken und bei dem letztberührten launigenVorgang wiederspicgelt, ist gewiß nicht ganz ohne Inte-resse. Viele Gefahren hatte Wilhelm von Fürstenbergdurch seines Lebens wechselrcichen Gang seinem Hanse ge-bracht; manche Handlungen können auch von warmenVerehrern nicht ganz entschuldigt werden; aber er war esdennoch wiederum, der den alten Ruhm der Fürstenbergerin weiten Landen strahlend gemacht und auf jeden Fallein großes Andenken hinterlassen hat. Unter den Hclden-
(y Wenigstens ebenso gut, als viele Verrichtungen und-Lebens»Momente des Junker Hans von Schweinichen.