Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
132
Einzelbild herunterladen
 

132 —

Perenot Granvella, zu erwirken. Die Macht der golde-nen Schlüssel wohl erkennend, zog man auch zu schnellererErledigung der Sache den kaiserlichen GeheimschreiberPaul Pfinziug, durch eine kleine Verehrung, in's Inte-resse. Granvella, den Fürstenbergcrn jederzeit sehr gewo-gen, erfüllte alle Wunsche Friedrichs und des Vermittlersvon Weingarten, welcher in Wahrheit sein Bestes hiezugethau hat. Die kaiserliche Ungnade wurde zurück genom-men und auch sonst das Wohl der Familie dadurch ge-wahrt, daß alle willkührliche Vcrschcnkungen und Ver-pfandungen von einzelnen Herrschaften, welche Wilhelm,als das älteste Glied, »in seiner Klcinmüthigkeit« sich er-laubt haben mochte, für nichtig und null erklärt wurden. (')Der Graf Wilhelm hatte jedoch diesen Ausgang derDinge nicht mehr erlebt. So viele Leiden des Körpersund der Seele zugleich hatten auch eine Natur, wie dieseinige, endlich überwältigt, und er war noch im Jahre1549, Mittwoch vor St. Bartholoma, zu Ortenberg ge-storben. Die Leiche wurde zu Haslach beigesetzt H)

Sein Leben selbst schildert am getreuesten seinen Charak-ter. Offen, stolz und großmüthig, sparsam und freigebig,wie die Verhaltnisse es mit sich brachten; wild im Kampfe,liebenswürdig im Umgang; (') witzig und geistreich, ohneAnflug von Gelehrsamkeit, tollkühn und gefahrliebend,herausfordernd und sarkastisch ohne Rückhalt, Charaktern

Schrb. H. Chr„ HoferS an Paul Psiuzing, <z. 1. 2Z. Januar1551; Schrb. des Abtes zu-Weingarten au G. Fried, zu Für-stenberz, U. N. 26. Januar s. (F. H.-A.)

(') Merk. Geneal. Beschrbz.

» Le , <zni pasüaib ii,< Nes UoiNüics anssi dien tait»

et .aussi iiai-ltis «zn'lt eit eüt ei! ^Ilemagne. u Äon.//s che