Als auf diplomatischem Wege bei dem Kaiser etwasauszurichten, wenig oder gar keine Hoffnung mehr sichzeigte, ließen Graf Friederich und die Freunde und Diener
doppelt ausgefertigt, und Z. Münch, wie H«. v. Heidegz zu-gestellt worden ist, kann als interessanter Beitrag zur Geschichtedes LuruS und der Mode jener Zeit betrachtet werden. Diefranzösische Eleganz hatte längst den plumpen Prunk der Rit-ter des Mittelalters verdrängt.
"Zn der ersten truchen, mitA bezeichnet: Ein stlberinschenkkannvnd ein silberin gießbekin mit M. hre. wappen. Neunzehenvcrguldter becherlin, Zn eine silberin vaß, Ein vergulden köpfduplet. Ein püchsen mit silberin teller, deren zweinziz seinsollen. Ein zwifach verguldt salzsießlin. Ein christallinn glaß.Zm andern kueffer mit B bezeichnet, Ein paret mit gülden steffzvnd zeiche». Ein silberin puchsen, darin M. hl. allwegen seinpuluer vber tisch gehapt. Ein sametin Rock mit ein burgun-dischen Roten creutz. Ein swarz taffetin wambis, darin derseckel gewest. Zwey par stifel. Zwei hembder. Ein Rot taffetinstuck. Ein taffetin rock mit mard gesuetert. Drey par hendtschuehvier par schuch. Ein par Pantoffel, Ein brunen Hosen Kendl mitlöblin. Zn der dritten truchen mit C. bezeichnet. Ein ledly.Ein zerbrochen schwerdt. Ein par silberin sporen. Ein sydinNock mit gülden gewechs. Ein swarz taffetin rock Ein sametinRock mit gülden Zwyfel strick. Ein taffetin goller mit mardgesuetert. Zn der vierdten truchen mit O. bezeichnet: Neunsilberin becher Dryssiz blatten clein und groß silberin. Eintolch mit silber beschlagen. Lyntvoch. Zm cleinern led sackSv-ben küssen ziechly Sin Ziechlj mit socken schertuech vnd vazel-lötlj Zm größern led sack Sechs Lynlach Zwey hembder. Zneinem secklj, daS eint mit gold, daS and mit weysser arbeitfünf tischtuecher vierzehen seruietlj, Ein scherluch mit schwarzsyden, Zn eine Ziechly Eylf hembder mit wysser vnd schwarzarbeit. DcS alles zu vrkundt vnd gedechlnus, sindt zwenn gleich-lutendt Znuenlarj Zettel geschriben von M- hl. von heidecklk. 7